Peter Will war Strandgut des Dreißigjährigen Krieg. Wahrscheinlich ist er aus seiner Heimatstadt Heidelberg in Richtung Norden vor den Wirren des Krieges
geflohen. In Heidelberg kommt der Name um diese Zeit sehr häufig vor. Leider liess sich seine Geburt in den evangelischen Kirchenbüchern in Heidelberg
nicht nachweisen. Es kann angenommen werden, dass Peter Will evangelisch-reformiert war, wie die meisten Untertanen des pfälzischen Kurfürsten, dessen
Residenz das Heidelberger Schloß war. Im Juni 1643 heiratete er die Witwe des Peter Kemmerer, zu der er wohl schon vorher intime Beziehungen unterhalten
haben muss, den schon im Oktober wurde der erste Sohn aus dieser Ehe geboren. Da Peter Will Bürger der Stadt Heidelberg war und das Handwerk eines
Schreiners gelernt hatte, wurde er in Amorbach als Bürger aufgenommen und konnte so, über die Konfessionsgrenzen hinweg, die Witwe Kemmerer heiraten.
In den erten Einträgen der Kirchenbücher wird der Nachname von Peter noch mit "Will" angegeben, aber im Laufe der Zeit wurde daraus "Wild". Noch heute
leben einige Nachkommen unter diesen Namen in Amorbach.
363/IX. Generation
Konf.: röm.-kath.
~ Amorbach, 16.10.1698    + Amorbach, 02.03.1737
oo oo Amorbach, 16.10.1725 mit    Käsmann, Simon
726/X. Generation
Konf.:röm.-kath.
Beruf: Bürger und Schreiner
~ Amorbach, 04.12.1666     + Amorbach, 27.11.1735
oo Amorbach, 22.10.1697 mit     Emmerich, Maria Eva
Kinder:
1452/XI. Generation
Konf.:röm.-kath.
Beruf: Bürger und Schreiner
~ Amorbach, 11.10.1644     + Amorbach, 13.01.1710
oo                                            mit     Anna
Kinder:
2904/XII. Generation
Konf.: ?
Beruf: Bürger und Schreiner
~ Heidelberg                                            +
oo Amorbach, 18.06.1643 mit     Sabina verw. Kemmerer
Kinder: